Während der schrecklichen Sturmflut Weihnachten 1717 (der Mannstrenke) wurde auf unserem Hof eine Galionsfigur angeschwemmt, eine Heckfigur mit männlicher Kleidung. Sie war 250 Jahre lang am Nordgiebel der Kruppscheune angebracht, schaute also in die Richtung, aus der sie gekommen war. 1967 wurde im Altonaer Museum eine Galionsfigurenausstellung vorbereitet. Wir wurden gebeten, unsere Figur dafür zur Verfügung zu stellen. Wir kamen der Bitte nach. Einige Männer der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen unter der Leitung von Erhard Hanke haben die Figur vom Giebel heruntergeholt und in ein Hamburger Auto verladen.
Zu der Zeit hatten wir durch den Straßenbau von der Landesstraße 118 bis auf unseren Hof einen finanziellen Engpaß. Wir mußten eine für unsere Verhältnisse große Vorauszahlung leisten. Als wir dann aus Altona gebeten wurden, die Figur zu verkaufen, haben wir nach langem Zögern zugesagt. Wir bekamen "ein Ei und ein Butterbrot" - aber was hilfts! (d.h. 1.500,-- DM).